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caudez (codex), icis m

collectors

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CAUDEZ (codex), icis m

baumstamm, klotz (auch als schimpfwort); heft, notizbuch, hauptbuch (accepti et expensi; * handschrift).

> corpus

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collectors

ein artikel in The New Yorker berichtet von einem sammler, der wahllos magazine sammelte und eines tages unter den zusammenstürzenden büchergestellen begraben lag, bis er von den nachbarn entdeckt und von der feuerwehr befreit wurde. was hierzulande ‚messies’ genannt wird, bezeichnet TNY als ‚compulsive hoarding’, ‚the fear of getting rid of something: disposophobia’.

lit.: The New Yorker, jan.12-2004 (p.25)

[mvs:040215]

„collectors are innocent“ : ein satz, der mir immer wieder einfällt : ich weiss nicht, hab ich ihn aufgelesen oder selbstgebastelt : aber er schwirrt in der unantastbarkeit des naiven, ganz als ob es naivität geben könnte (wohl schon, ja : aber sammler sind heimlifeiss : also sicher alles andere als naiv : schlau, gewitzt, blitzschnell : selbstbewusst (selfconcious gar)).

[mvs:070720]

> sammler > archiv > messies > feuerwehr

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conversationslexikon

mit dem aufstrebenden bürgertum und dem damit verbundenen aufgeklärten kulturbegriff waren immer wissenslücken zu stopfen: dafür wurden die Conversationslexika geschaffen, die für möglichst jede wissenslücke ein stopfmittel bereit stellten.

(seit es das fernsehen gibt, existieren auch diese quizsendungen, die auf das ungeflickte wissensloch bei den kandidaten hinzielen: nach wie vor scheint die wissenslücke mit scham verbunden zu sein, die schadenfreude ist damit in einklang.)

[mvs : 030220]

in einem gewissen widerspruch zu den conversationslexica, die mit mikrologischen lemmata kurzinformationen liefern, stehen die enzyklopädien mit zum teil sehr makrologischen beiträgen (weite stichwörter), die essaiistisch grössere bereiche, oft unter philosophiphem blickwinkel, abhandeln. dies entspricht auch dem sinne der enzyklopädie (ab 1751) von denis diderot, d’alembert und ihren mitarbeitern, die im geiste der aufklärung das bürgerliche wissen des 18.jahrhunderts systematisch zusammenfassten.

[mvs:030220]

 

„Den krassen Gegensatz zu allen pragmatisch-verlegerischen Versuchen, die unüberschaubare Wissensfülle zu bändigen, bildet die philosophische Reflexion der Methoden. Sie ist freilich nicht so leicht lexikontauglich, weil sie die Erwartungen nicht erfüllt, man erhalte leicht verwertbare Informationen. Gerade nicht in der Absicht, Wissen zu vermitteln, sondern um die Geschichte der Irrtümer auf der Suche nach Wahrheit darzulegen, hat einst Pierre Bayle seinen „Dictionnaire historique et critique“ vorgelegt, [...], 1696 kam die erste französische Ausgabe heraus, 1741-44 die deutsche Übersetzung von Gottsched. Nicht auf Vollständigkeit der Wissensvermittlung zielte Bayle mit seinem Geniestreich, sondern auf die Dokumentation des Weges von Irrtum zu Irrtum auf der Suche nach Wahrheit. In der Geschichte der Lexikographie hat dies anspruchsvoll-aufklärerische Konzept in so grossen Dimensionen keine Nachfolge mehr gefunden.“

[Hans-Albrecht Koch: Wissenswerte: Über Lexika, Enzyklopädien und ihre Vermehrung. NZZ 17./18.August 2002]

> gänseleber > flick > enzyklopädie > schadenfreude > nihil-einträge (u-boote)

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