subjective encyclopedia

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über die DARSTELLUNGSWEISE (PRÄSENTATION) des SUBJEKTS im GENERALKONTEXT

datenbank

death poems (lovely)

death poems (mean)

déviation

digression

dirty ol' man

dogma, (lack of dissonance)

dog poop life, it’s a

dolly (re:reproduction)

don quichotte in südamerika

dummheit, die

dummheit, ein als

dustbunnies

dystopia

über die DARSTELLUNGSWEISE (PRÄSENTATION) des SUBJEKTS im GENERALKONTEXT : SUBJUCHZER vs TOPJAUCHZER : WER IS(S)T WAS : (buchtip)

titel, mittler weile haben börsen mässig keine aufschwünge. titel erziehungs mässig sind top. ist alles wurst, wenn börsen nicht mehr singen, sondern leer sind, dann master, oder halt bachelor in fuckyoustudies. auch egal. schulen sind leer & übervoll, dozenten überfordert und zu wenig (und wofür auch alles juchzen). alles bitz gejauch(z)engrub

: weiter : und 'etwas mehr an alle denken' - 'weg von gier' ist gefragt - der zynismus ist freischwebend. solidarität ist ein fuckword.

(ich mag nicht mehr, grad jetzt : aber der beschimpfungen etc. sind zunder zahl)

"vater vermisst, nach drei monaten in jauchegrube gefunden."

also, zur freude, zum exitement, zur absolut klaren einsicht ins menschliche tun und wirken, zur unaufhörlichen einsicht in die demenz und grausamkeit der krondiamanten männli und wiibli empfehl ich von goya : DESASTRES DE LA GUERRA. zum frühstück und immer. und alles andere von ihm gleichauchnoch, als trost und verschreck im dreck : es ist uns allen, von mikrobe bis mensch, nie sonderlich gut ergangen (den mikroben wohl bitz besser). und die krone der schöpfung, homo sapiens, soll mal austern feiern und seine hirnzellen im garten suchen, mit austernmann und weihnachtshas : der skandal ist ja nur, dass mensch vorgibt, was besseres zu sein. als amöbe oder sonstwas hätt ich keine hemmungen, meine nachbarn zu essen. aber mit dem ganzen sapiens komm ich nicht klar.

warum sagt eigentlich niemand, von gott und seinen derivaten mal abgesehen, niemand (ja, jetzt grad halt von den lieben buddhisten mal auch abgesehnen, die ja auch ein wunderschönes konzept haben, auch mit splittergruppen : so schön ist die plurimentale welt : kein mensch weiss, was abgeht. punkt.) : schluss jetzt : jetzt mal pause = hirniaktivieren? nichts da : das bestehen auf erworbener kultur ist wesentlich wichtiger als leben ohne totschlag. seis drum, ich bin ein feigling, der drum immer auf friedliche lösungen hin plädiert. aber halt auch, as i said before : 'the next time you see me come you better run' : i can be furious and i proved it before. so get your running shoes out pal! (und da, da geht alles grad auch nicht mehr auf : weil die kultur, die erwähnte, auch nicht grad mit mir auf die schule ging : ich hab da schon meine vorbehalte : aber da geh ich jetzt lieber katzenkraulen.) mein fazit zur amöbe, zum homo sapiens, zu seiner kultur, zur evolution und zum dasein amongst critters of all kinds ist ganz einfach : ich hab gern eine lipschte, mit der ich gern alles erlebe und im ärmli liege (das als euphemismus für alles andere, aber ich bin kein pornoverbalisierer wie henri miller etc. - ich weiss sehr genau, warum ich davon nicht erzählen mag : ich erlebe es und mag es halt nicht publizieren) : und ich mag welt (was immer das ist) kommentieren : als beitrag zu dem was abgeht. 'no vote is a vote'. DRUM : i'm babbling.

und sonst, noch ein buchtip : isidore ducasse, le comte de lautréamont : les chants de maldoror : davon später mehr, im LIFE etc.

ich hab ja bitz den faden, falls da einer war, sehr verloren : aber in dem getümmel darf und will ich schon wilhelm reich mit seiner arbeit erwähnen : seine überlegungen zur orgasmusfähigkeit und zu lebenslustigkeit halte ich nach wie vor für relevant. dass perpetuitiv die welt neu erfunden wird, find ich auch schön, dass aber eine ungeheuerliche (weil immer wieder neue 'weisse karten' produzierende) neue geschichte erzählt wird, die unkenntnisweise neuerfindet, was sich halt selbstsoverstehend ereignet hat, halte ich für mich etwas im freewheeling bereich, wenn ich dann freundlich bin. sonst halte ich mich an alle anderen marginalen emaniationen, und das ist unverifizierbare kunst : das anarchische, das geordnete : das unbenennbare.

[mvs: 090120]

> gender studies > wilhelm reich : orgasmus > dummheit > drosophila melagonaster (sehr adaptionsfreudig, für einen tag : was mehr ist : re·produktion) > albert ehrenstein : briefe an gott (wie oft darf man ihn noch empfehlen : papst nach papst, gott nach gott : immer : same old story > true stories)

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datenbank

wenn jemand dann mal die (live-)aufzeichnung aller gedanken eines menschen schaffen würde : das wär ein paradigmawechsel (!) von ‚die gedanken sind frei’ zu ‚jetzt wissen wir endlich mal, was der typ den ganzen tag so treibt’. die aufschlüsselung von DNA-sequenzen, die immer wieder mal gemeldet werden, sind nur affenschwänze : man möchte aber den affen.

[mvs:070521]

> affenfalle > jean paul: der komet > homunculi > lullus raimundus

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death poems (lovely)

(the lovely ones - in chronolocigal order)

 

life’s as we

find it - death too.

a parting poem?

why insist?

DAIE-SOKO  (1089-1163)

 

no reason to get excited

the thief he kindly spoke...

BOB DYLAN (JWH) (1941-)

 

life was as it was -

i put my peed on

house shoes on

and walk along

- cats know where to:

ambushing my trail. (nö döt.)

ain’t i a happy one.

Vänçi  (1951-)

 

thank you for coming

and

fare you well!

Vänçi  (1951-)

> death poems (mean) > last words (in journals)

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death poems (mean)

(the mean ones - in chronolocigal order)

in einer dokumentation über das angola state prison in den USA : die geschichte eines relativ jungen (in seinen späten dreissigern, 15 jahre nach der tat) mörders wird gezeigt (zeigen im sinn von bildaufzeichnungen). eine tatsache ist: der mann hat einen anderen mann mit einem messer getötet, eingestandenermassen. er ist nicht sonderlich intelligent (das ist schon ein beisatz, der irrelevant ist). (hier beginnt meine erzählung über das, was ich im TV gesehen habe: blame me.)

ich bleibe trotzdem emotional und ganz persönlich: mich erstaunt an allem vieles: der mann ist tatsächlich nicht sehr gescheit. von seinem vierzehnten lebensjahr bis zu seiner mordtat hat er mehrere jahre in gefängnissen zugebracht. der mord ist brutal (so nennt man das (zu recht, aber das ist meine ansicht)). das ist der eine skandal: es geht einer hin und metzelt einen anderen hin.

der andere skandal ist: es geht ein staat hin und metzelt einen hin.

was mich aufbringt, sind die argumente des hinrichtenden staates. was mich aufbringt, ist die ehrlichkeit des staates: sie sagen ‘wir bringen um, was unseren staat gefährdet – und mord an anderen ist gefährdend’. was mich sehr aufbringt, sind die verbrämungen, die sie zur moralischen dekoration anbringen. da wird viel christentum bemüht. wie das in diesen köpfen abgeht, ist mir unerklärlich. nicht, dass ich christentum in seiner geschichte und in seiner präsenz je für menschenfreundlich gehalten hätte, aber man könnte so etwas wie ‘gnade vor vergeltung’ daraus lesen. mindestens als ein ‘tun als ob’. nicht so in den vereinigten staaten von amerdrika, wo christentum in seiner institutialisierten form des machtstrebens am deutlichsten, vor allem weil auch am plumpsten, zutage tritt: nichts von der subtilen (und mörderischsten) form der societa jesu, die immerhin noch auf der höhe der jeweiligen zeit philosophisch zu argumetieren sich bemühend leute eliminiert. nein: amerika wartet noch immer auf das zeitalter der vernunft. das land, das seine constitution auf der basis der französischen revolution aufgebaut hat, steckt im tiefsten mittelalter: die zeit der inquisition ist gerade angebrochen. der dachschaden dieser ‘nation’ kommt nicht deutlicher zutage als in den offiziell reportierten ‘letzten worten’ des hingerichteten obigen: “wow”. wers glaubt, ist ein US amerikaner, und ein typischer dazu (poll results). {hierhin gehört die schilderung des ganzen films: wie doof die alle sind, schmerzt. alle, jeder: dachschaden. im system soweit noch mitspielend, dass sie die von der verteidigung gewünschten worte nachsprechen. “i’m a christian now” - “what do you think that is?” “to be as much as christ as possible – but i know im not very close yet.”. der unglaubliche glaube an eine moral, die so tief gewurzelt verlogen und doppelt ist, dass es kein aufgeklärter mensch seit zwei jahrhunderten für möglich halten würde. spätestens seit sacco und vanzetti könnte jeder wissen, wie es um die moral in dem mächtigsten staat der welt steht. daraus kann man auch ableiten, dass moral nur verzierung ist, wenn irgendwelche menschen an der macht sind. die interessanten diskurse um macht der letzten jahre tendieren wieder dahin, dass man das phänomen macht wieder anerkennt: als condito humana. soweit, so gut. aber der diskurs der macht eines foucault und der USA divergieren doch wesentlich. (ernst bloch hat hier einen sehr schweren stand – adorno hat zwar recht, aber er versteckt sich hinter seiner negativen romantik.) worum es hier im wesentlichen geht, sind verschiedene konzeptionen von freiheit und der umgang mit dem, was als freiheit definiert wird. das ist so alt als diskussion, das ich gleich müde werde, was ich aber nicht werden sollte, weil es trotz aller vergebenheit (schönes wort in diesem zusammenhang!) doch wieder gesagt werden darf. es ist das aufbegehren gegen die macht des anderen. es ist das begehren, gleichberechtigt zu sein mit dem anderen. es ist ein verlangen nach balance, das allen leben gewährt. (das allerdings schliesst mord am anderen aus, und hier sitzen wir wieder in der scheisse : no way out.) hier wirds so richtig verzwickt, wenn wir buddhistischerweise alles schonen – das missverständnis droht: dass wir unsere eigenen bedingungen nicht annehmen. wir müssen essen., selbst wenn die salatköpfe schreien. hier könnte ich auch sagen: wenn man schon einen ‘bösen’der gesellschaft entsorgt, warum ihn nicht zum wohle der gesellschaft weiterverwenden? der eingliederungsgedanke (hoch lebe das normative system) würde hier doch konsequenterweise an blut- & leberwürste, hohrückensteaks und markbeinsuppe denken: warum zum ende noch dieses christliche zurück-zu-gott getute? den süssen geschmack von menschenfleisch kann man doch sicher mit E#… neutralisieren – wenn schon materialistischer zynismus, dann aber in der gestalt, wie es in den gehirnen spukt: einverleiben. was den menschen von den planarien und schnecken trennt, ist nicht die absenz von kannibalismus, sondern das ostentative leugnen der tatsache, dass des menschen grösste freude das verzehren und einverleiben der eigenen (und aller anderen gattungen) ist. da können alle sublimierungen mit göttern (die man ja mehr oder weniger immer noch metaphorisch in kommunionen frisst) und anderen hilfsmitteln (psychoanalyse etc.) nichts helfen: der mensch frisst den menschen. ehrlich wäre das angebot im supermarkt: menschenniere, verfalldatum siehe deckel.) das war eine abschweifung von umgang mit macht und gesellschaftsnormen zu praktischer anwendung von respekt gegenüber lebewesen : das allerdings betrifft das leben. und davon will ja niemand sprechen. das ist ein totentanz. da geht jeder dahin. so schön kann wiederspruch im gesellschaftlichen überdauern, wenn keiner den andern in der konservendose hat.}

/nochmals anfangen (um zu enden): preamble: there is no way out – wenn sich das wort müssig(keit) mit müssiggang versöhnen könnte – wäre dann das leben mit dem tod versöhnt? (woher kommt die ‘fatale’ (schicksalshafte, tödliche?) idee der versöhnung? : ein missgriff, sozusagen, ein konstrukt, das mir über den tag und die nacht hinweghilft, obwohl ich keine ahnung habe, wovon ich sprech. alles angelernte sprache : was sich am 27.05.2001 um morgens 5.15 ff. vor meinem geöffneten fenster (parterre) ereignet, ist: ein vogel brüllt sehr bestimmt sein scharfes zeux in die umgebung, andere, melodiösere beginnen ihr geräusch, nachdem der laute seinen auftritt beendet hat - der lärmt dann aber wieder dazwischen. nur kurz. dann wieder die anderen, entfernter. ein auto fährt vorbei, mit dem anschwellenden geräusch von vorbeigehender anwesenheit. das ist das konzert des morgens. jetzt hab ich dem lärm eine weile zugehört – die vögel sind schon gattungsgerecht abwechslungsreich lautig, ich bin dem schon, in einem abstrakten sinn, zugeneigt: es passiert halt so, wenn der morgen dämmert. fenster schliessen 05.27.

wenn ich all die vögel hör, wie die vor sich hinschreien, und, wie der mensch meint, ihr territorium markieren oder zu begattung aufrufen, da frag ich mich, wo all die katzen sind.

warum schreib ich weiter, als ob mir das das leben retten könnte – vogelgekreisch, nichts weiter. auch noch hier. warum dem ganzen mehr wert beilegen. es ist schon seltsam, dass sich die menschen der schrift bedienen. als ob das ein reichgedecktes buffet wär, und keine natürlichen feinde wären mehr im quartier. (der mensch hat sich die welt schon bequem erklärt: es gibt lebewesen, und jedes hat seinen natürlichen feind. der mensch ist die krone der schöpfung, und er hat sich gegen alle anderen durchgesetzt. er ist der überlegene feind aller anderen. das ist auf die dauer langweilig. drum befeindet der mensch nicht nur alle anderen lebewesen, sondern auch sich selbst. das ist schon spannender. und dann wird das gegenseitige auffressen in der eigenen spezies auch langweilig. da kommt dann die erfindung der sublimation : das gegenseitige auffressen wird tabuisiert aber nicht abgeschafft. ‘head on a platter’ wird zur metapher. da wirds dann kompliziert und nicht weniger blutig. wenn man die geräusche des schädeleinschlagens vor 500 jahren, als die schweizer die schweiz gemacht haben, mit den heutigen, als die wer auch immer die wen auch immer gemacht haben vergleicht, dann fällt mir weder was auf noch ein. in meiner gegenwart scheint es mir das eine: tot ist tot.). was ich bedaure ist nicht nur, dass sich der mensch als krone der schöpfung fühlt, sondern auch, dass der schöne totentanzgedanke nicht zu mehr katzendosenfutter geführt hat. weil nämlich jedes ding sein (und da fehlt mir was in der erinnerung: aber es war was nützliches, was zum ende des satzes auftauchen müsste – das dann allem einen sinn gegeben hätte). was solls : ein jedes ding an seinem ort spart viel müh und not. (rhythmisch schwer daneben: aber so ist der mensch. ich plädier nur ungern und nach langem denkdrüber dafür: aber die menschheit wär doch ein gewinn für den planeten, wenn sie ratzebutz verschwinden tät. das tät mir dann sehr leid für mich und meine lipschten, aber vielleicht muss man um der übrigen lebewesen wohlbefinden wohl dafür plädieren.)

was im ganzen theater so lustig ist: da halten sich menschen aller gattungen und provenienzen immer wieder spiegel vor – und nix ausser gelegentlichem narzissmus wird angeregt. da fällt mir ein: der mensch (generell: die menschheit) auf ein mal in katzenfutterdosen verpackt wär für die katzheit auch kein grosser gewinn: weil die katzen dosen nicht aufmachen können. man müsste die menschen dann halt schon einfach so tot rumliegen lassen. und dann kämen nicht nur die katzen in den genuss der nahrung. aber das hilft dann auch wieder dem ‘hmmmmm?!?’ gleichgewicht. wie auch immer. there is no way out. aber immerhin: die menschen sollten ihren toten etwas mehr respekt erzeugen und sie zu futter für die unterdrückten species recyclen. (das mag ja etwas ungewohnt tönen : aber ich mein das schon ernst, wenn man dann die lebensmittelnorm einhält.)/

/wenn ich jetzt noch den satz : ”ich wäre gern ein mensch gewesen ohne wenn und aber”  anfügen würde, tät ich mich und alle meine mitmenschen und lebewesen desavouiren. dann wär ich ein riesentrottel, der raketen in allen farben und mehrfachsprengköpfen (tolles wort, das: mehrfachsprengkopf: wo ist die lunte für des erfinders lücke) hinausfurzt zum erhalt der gottgeschaffenen schöpfung, genannt krone des deliriums./

/”it was all happening in your brain, honey – wake up – it was just a nighmare.” 

“you bet it was – and don’t you ever honey me again if you do’nt mean edibles…” lost track of the last words…/

postamble: “when the birds start falling from the sky and cats don’t bother i’ll drop dead”. (and never ever make a song out of this line : you will drop dead if you do.)

ps: if i’d be as swift as jonathan, we’d sit in the same dump. time didn’t allow. that’s one of the few things i regret.

[mvs:010526/28]

> death poems (lovely)

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déviation / devianz

[mvs060806/pix: mvs:paris]

> explaining the obvious > praktisch > pragmatisch > marx stellt dem hegel die füsse auf den kopf, fast > kopffüssler > digression > mainstream

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digression 

«Denn in dieser langen Digression, worauf ich zufällig geleitet wurde, wie in allen meinen übrigen Digressionen (eine einzige ausgenommen), steckt ein Meistergriff von digressiver Geschicklichkeit, dessen Wert, fürcht ich, bisher von meinem Leser übersehen worden. – Nicht, weil's ihm an Einsicht gemangelt, sondern weil's eine Vollkommenheit ist, die man selten in einer Digression sucht und noch weniger erwartet, und das ist diese: dass, ob meine Digressionen zwar ganz reine, unbescholtene Digressionen sind, wie sie bemerken, und ich von der Sache unter meiner Feder ebensoweit, und dazu ebensooft abfliege als nur irgendein Schriftsteller in der Welt, ich dennoch beständig dafür sorge, dass mein Hauptgeschäft in meiner Abwesenheit nicht stilleliege.»

laurence sterne: tristram shandy, 1759-1767.

[lh:070806]

>abschweifen (wovon, wohin?) >manierismus und andere verwirrende –ismen > lemma, lemmata > frog > querverweis (ab ins labyrinth, ins nirvana der schlagwörter und purzelbäume) > titel > untertitel > subgliederung > prolog > epilog > logorrhö > alexithymie > last words (in novels) > etc. etc. > laurence sterne > schnüerlischrift > lesen, ein wunder > déviation

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dirty ol' man

i start getting senile:

remember my latin -

‘not omnibus sed pluribus’*.

(*: ‘not real funny but sometimes’)

[mvs:990910]

> pudel > melancholie > dog poop

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dogma, (lack of dissonance)

dogma: a lack of dissonance.

and since we are talking about dissonance (vide failure), and not about dogmata, we will have way much more fun. the contradiction implied here is punning* itself  through the universe of misunderstandings. dogma seen as a bad joke mostly: the glass house of killings.

*: ‘punning’ is just a word for the somersault which is rocketing high up and landing on feet. (not saying who is doing that: the words, the person thinking the words, or the person reading the words or, even worse, attending the performance (not to speak of feets a somersault might or might not have)).

[mvs:990916]

lit.: th.w.adorno: jargon der  eigentlichkeit

> anal

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dog poop life, it’s a

it's a dog poop life - and i'm not even allowed to.

[mvs:070807/pix: mvs, zürich,ch]

> dirty old man > inkontinenz > pudel

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DOLLY (re:reproduction)

do you really want to see yourself again?

[mvs:990705]

> boredom > langeweile > homunculi > übersetzen

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don quichotte in südamerika

„Und wenn ich erst die Herrschaft habe und den Knüppel, dann tu ich, was ich will.“ Sancho Panza

Das Geschenk des Präsidenten an sein Volk: In einer Auflage von einer Millon hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez den ‚Don Quichotte’ drucken und verteilen lassen. Die Bürger sollen sich an guter Literatur erbauen! Wahrscheinlich fühlt Chávez eine Seelenverwandtschaft mit dem verrückten Ritter, wenn er furchtlos den Kampf gegen die Windmühlen des von ihm geschmähten ‚amerikanischen Imperialismus’ aufnimmt. Vielleicht sieht er sich auch als Nachfolger des dicken Sancho Panza. Der wird unter dem Jubel des Volkes Gouverneur einer Trauminsel; er wehrt sich gegen Putschisten, er erlässt eine Verfassung, er regiert, wie er will – doch seine Herrschaft endet in Massenhysterie. [nzz: 17.18.Dezember 2005; awy.]

und wenn die nzz auch tatsächlich bitz witz durchzünden lässt : das könnte ich mir wilder fantasieren : ist doch schön, wenn ein presidente einmal geld in bildung investiert : und den don quichotte kann man, grad in bezug auf das imperialistische verhalten der usa (wer hat jetzt den demokratisch gewählten präsidenten von chile, salvador allende, ganz undemokratisch ermordet?) auch anders lesen. “US-Außenminister Henry Kissinger ließ, als der Sieg der linken Kräfte absehbar war, verlauten: „Ich sehe nicht ein, weshalb wir zulassen sollen, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist.“ Während (und auch schon vor) seinem Amtsantritt hatte Allende also mit Sanktionen und Gegenmaßnahmen der USA zu rechnen. So kam es bereits 1970 zu einem tödlichem Attentat auf General René Schneider, bei dem die CIA und Außenminister Kissinger massiv beteiligt waren.“ wikipedia.

dass kissinger weiss, wer nun zurechnungsfähig ist und wer nicht, hat durchaus quichott’sche qualitäten.

[mvs:070815]

> lappern > pants

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dummheit, die

die dummheit, die eigene, die ultimative, kann nie selbst in sich als solche erkannt werden. das ist ein schon beinahe ultimativer metaphysischer purzelbaum – und in sprache kaum zu fassen (vom hirni schon gar nicht, weil das hirni immer in die falle der eigenen dummheit trampt) ein purzelbaum, der, wenn er als bild auftritt, schon schnell mal die haltungsnote 9.9 erhalten wird. im bilde (im bild sein) kann die dummheit das paradoxon (manchmal) auflösen: ereignen tut sich dummheit ohne ‚ordnende’ sprache, die adäquate ‚einsicht’ oder ‚wahrheit’ ist gleichermassen ‚jenseits’. (es gibt nichts dümmeres als die erklärung der dummheit: da fällt man in die falle des paradoxons: endlos. dumm ist die erkenntnis der dummheit, wenn sie als kategorie auftritt. – naja, das soll verstehen wer will.)

schön ist an der dummheit, dass sie zu flicken ihrer selbst führt, endlos mit allen implikationen.

das narrenflickenkleid sagt aus über die dummheit: in relation zum wissen, zur weisheit: ‚du kannst mir erzählen was du willst: ich nähs mir aufs kleid’.

de stultibus (stultitia) non est disputantum. (vänçi: kann man auf diese aussage stolz sein: nur, wenn man drauf reinfällt. (und da kann der ‚gustibus’ noch eins, zwei, drei davon lernen! und wer jetzt lacht oder schmunzelt: ab ins bett und träumen: ))

[mvs:0304281 etc.]

> dummheit, ein als > dummheit > darstellungsweise > falle > paradoxon > kunscht > lappern

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dummheit, ein als

die dummheit, ein als resource noch weitgehend unanalysiertes potential, wird doch immer wieder verwendet, um gesellschaftliche mängel zu kaschieren.

‚wenn die dummen halt dumm sind, dann verdienen sie nicht mehr als noch mehr dummheit’. als euphemismus kommt das dann als „wir wollen nur eures bestes“ daher. dieser kalauer wurde zwar immer wieder entlarvt und belacht, ist aber als politische realität immer wieder wirksam.

(hier dürfte man silvio berlusconis lebensweisheiten einfügen, als leuchtedes beispiel: er flickt sich seine gesetzesübertretungen mit gesetzesänderungen zu wohltätigkeiten.)

[mvs:030301]

> überlebensstrategie > politik > religion > euphemismus > lappern > dummheit, die > darstellungsweise

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dustbunnies

wenn es richtig windet und der durchzug durch die wohnung fegt : dann kommen alle dustbunnies aus allen ecken und verstecken heraus und tanzen derwischig ihren wirbeltanz! :: die dustbunnis in meiner wohnung bestehen vorwiegend aus 1 x weiblichem und 1 x männlichem katzenhaar : ich werf die dustbunnies zum fenster hinaus : ist beste vogelnestpolsterung : und die neste dienen zur aufzucht von katzenfuter und mückenterminatoren.

ob das kropotkin in seinem „(über die) gegenseitige hilfe im tierreich“ erwähnt hab, weiss ich nicht. sein text, der den sozialismus quasi darwinistisch und wissenschaftlich belegen möchte, ist aber sehr rührend. (der kropotkin war, vermute ich, ein sehr lieber, auch mitfühlender und –leidender mensch : aber es bewegt sich nicht viel in seinem sinn.) und : und : wie kann man über verschwörungstheorien reflektieren, wenn doch alles eine verschwörung ist?

[mvs:060212]

> hilfe, gegenseitige > kropotkin, unbedingt! > verschwörungstheorien > vergessen II > gott (ist tot) > gott (halt so, was die leute von ihm sagen)

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dystopia

> buster keaton

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