die meister der schrägsten analogiemissgeflicktheiten: wenn sprache und auftritt planeten bewegen könnten, dann hätten wir jetzt eitel sonnenschein.
oder: wenn nullmetaphern (das dasein im glücksgefühl des überraschtseins durch die unübersetzbare abweichung im ‚normativem denk-strom (kurzschluss = überschluss)) ohne in erzählungen zu verenden alltag und erfüllung allen glücks würden: dann könnte ich mich doch auch wieder ohne sprache ausdrücken.
[mvs:030313 etc.]
> marx brothers > unstimmigkeiten > pokalbeweis > die erleuchtende klorolle > metaphern > jean paul > dystopia > performance
don’t even know how to spell vegetable anymore, so i assume that i am one but i might misspell myself. can’t read myself anymore oohmmm. no kidding, eddie.
[mvs:040322]
der friedhof der ‚heiden’, barbari’ (ich erfind das alles, hab vergessen, wie das nach reiseplan (charon) heisst) : da möchte ich schon gerne liegen, modern, entsorgt sein: ungepflegt. (auch ein platz, wo man nicht hinkommt : topia, utopia sehnsüchte werden auch im tode nicht erfüllt. naja who cares. (ein feines lächeln der gnostiker: - auch erfreulich: lasst mich einfach erst mal ausschlafen. (agnostiker dito.) (und alle andern schäfchen.) (ich kann die tiere ja nie genug loben, trotz “psycho” (nicht so ganz dabei, weil nicht von *** behaucht) und “pneumo” (dabei, weil vom *** beatmet)) psycho ist schon ein guter anfang (reinkarnation als katze auf meinem schoss ist etwas, was ich mir wünsche : double double) give me a break : oder: competition sucks! ganz banal: was hat uns die pneumatik gebracht? die einsicht oder den winterpneu? oder was? die einsicht in die mortalität? jawohl! das schon. und dann kill kill töt entsorgung wo sich was bewegt. gnosis, agnosis, metamorphosis, thanatophobis, thanatophilosophis: ich würd mir ja wünschen, dass wir das später nochmals diskutieren könnten, aber ich war noch nicht dort. ich halt mich noch ans kleine schiffchen. ich fahr mal dahin oder dorthin. wer weiss.)
[mvs:010209]
> sockel > kulturschock > utopie > charon > schifffahrt
„ich nicht er auch“ : schönster quote ever : „it happend“ : most horrible quote ever.
wer bestimmt schuldgefühl : wer lehrt ethik.
[mvs:070105]
vergessen ist eine hinterlistige angelegenheit. jetzt wurde ich von einem telefonat (?was für ein wort?) unterbrochen. später mehr. je mehr man vergisst, desto komplexer wird der diskurs (vergessen vernichtet nicht, es ist (das vergessene) nur nicht gegenwärtig ‹es’ wird wieder auftauchen, aufschauen, erscheinen: sagt man dem ‹es’ (jetzt existentialien? = anwesend, grundsätzlich), auch wenn man sie (die oder das 'esse’?) nicht wahrnimmt? ein gutes beispiel dafür ist: je theoretischer das nachdenken über vergessen wird, desto vergesslicher wird das nachdenken wenn das nachdenken aber auf bilder stösst, dann wird es unvergesslich (eine gewagte behauptung, eingestanden, aber was sonst ersetzt das brummen des frühkindlich wahrgenommenen teddybären?: ich brumme, stimme sei dank, heute noch wie ein teddybär. in aller selbstvergessenheit.) dazu (zum ‹es’ = ‹esse’) gibt es keine vergesslichkeit.
‚esse’ ist der permanentflick ohne flickhandbuch. geflickt ist ‹es’ aber in permanenz (perpetuitiv).
[mvs: 030505]
> freud, sigmund > perpetuum mobile > archiv
vergessen, vergangen, verlustig :
Bereschit (hebr.: Am Anfang) „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Und Gott war beim Wort. Und das Wort war bei Gott.“ das ist eine langweilige geschichte, weil ein bitz selbstreferenziell. die beiden dachten sich, dass sie sich nicht so viel zu sagen haben : „ein gott, ein wort“, das erschöpft sich. das wort wollte fort und ging, wer weiss wohin. und gott schuf himmel und erde, und die waren wüst und öde, und finsternis lag auf der urflut, und der geist gottes schwebte über den wassern. da hat er licht gemacht, und da sah alles etwas anders aus, aber auch noch nicht so sehr fest. und den rest der geschichte können wir jeden tag im tageslicht sehen und jede nacht bei nachtlicht.
[mvs: 070521]
> stau.b.ecken > dust bunnies > gott
ich möcht so sehr verkommen sein, dann könnt mich keiner flicken.
[mvs: 030619]
> stimmigkeiten > lichtenberg > irreführung > missverständnis > anarchie > unsinn vögelt sinn: zwillinge
die anmerkungen, ausweitungen des kontextes dürfen durchaus mehr platz einnehmen als der ‘text’ - sind nicht abschweifungen, ablenkungen, ‘cock and bull stories’ die wirkliche füllung der lebenspastete? (und hier natürlich einen grossen dank an jean paul friedrich richter, der bei meinem picnic nicht fehlen darf.) ((und in diesem zusammenhang darf vielleicht auch erwähnt werden, dass die physische reproduktion im sinne von lärmvermehrung und genetischem overkill nicht zwingend mitgemeint ist: es gibt die vermehrung qua emphatie zu anderen species (was immer das jetzt wieder meint: in meinem überschawang verwechsle ich wohl wieder genetischen code mit den katzenhaaren in allen ecken meines zimmers.)))
[mvs:990606]
„Verschwiegenheit wird darum so schwer, weil sie oft gar keine Gränzen der Dauer kennt.“
jean paul, giannozzo
> geständniszwang > quietwenn information oder wissen von herrschender seite als einzige wahrheit dargestellt wird, sich also dem diskurs des fragens und zweifelns zu entziehen sucht, oder wenn etwas so unglaublich scheint, dass es in das vorhandene denkgebäude nicht zu integrieren ist, dann treten die verschwörungstheoretiker auf. recht haben sie immer in bezug auf das denkverbot: wo denken auf befehl ausgeklammert werden soll, stimmt etwas nicht. die vielfalt und widersprüchlichkeit der gegendarstellungen der verschwörungstheoretiker lässt jedoch vermuten, dass auch bei ihnen nicht hochgradig reflektierte motive anlass zum widerspruch sind, sondern dass sie ihr weltbild retten möchten. einige rezente fälle, die noch auf klärung warten: die ermordung von john f. kennedy, die mondlandung (auf dem mond oder in der wüste nevada nachgestellt), alle UFO-ereignisse und die twin towers.
[mvs:040115]
wie kann man über verschwörungstheorien reflektieren, wenn doch alles eine verschwörung ist?
[mvs:060712]
> paranoia > fleck, der blinde > röhrenblick > glaube > reflektion
«How are you? I am ok.» «Wie geht es Dir? Mir geht es gut.» die zeitlücke flicken, nicht unbedingt erzählen, was sich da alles ereignet hat. bei katzen hat paul leyhausen das als ‹übergangsschnuppern’ bezeichnet wenns den katzen so ein bisschen peinlich oder unangenehm wird, wenn sie eine situation ‚entfliehend’ flicken müssen, dann schnuppern sie ein bisschen an der umgebung rum, tun als ob nichts wichtiges los wär. und hoffen, dass nachher alles wieder seinen ‚normalen lauf’ nimmt.
[mvs:031104]
verschwinden als permanentes dasein ist auch grad die „wer bist du, wer bin ich“ variante : im selbstverlust sich nichtwahrnehmend : die leberwurst im kühlschrank, die vorne grün wird, hinten seltsam rosa : eine erotik des dahinschwebens auf selbstgebastelten schlittschuhen auf unerwartetem eis : pioniere wünscht ich mir, die ins ungefähre trappen : ungefähres wünsch ich mir : und wupps : ist schon da : und dann zittere ich vor mir und dem gefährt.
[mvs:081224]
> übergangsschnuppern > verwirrung > utopie
«Der Verstand müsste ungewappnet bleiben, auch dann noch, wenn er diesen Sinn berührt.» (lyotard, sensus communis)
manchmal lese ich ganze bücher in einer seltsamen unruhe nur, um vielleicht irgendwo auf so einen leuchtenden satz zu stossen. was für eine schöne und erschreckende vorstellung: ein wehrloser verstand, ein denken so blutt wie ein denken nur sein kann, ganz auf sich allein gestellt. das hat nichts mehr mit dem aufklärerischen mut zu tun, sich des eigenen verstandes zu bedienen, einer art technischem imperativ: denken als gerät, als mittel zum zweck. lyotard meint ein ganz anderes denken: démuni, schutzlos, wehrlos, unverteidigt, als hätte er das für léautaud geschrieben oder für jean paul oder für stendhal, für die, die ihre gedanken nie in einen bunker steckten, ihnen keine tarnkappen anzogen.
[lh:071119]
lesen : als dasein : nur um auf die nächste welt zu kommen, und auf die wiedernächste, und mit sprung (sic!) auf die wiedereigene : alles daheim, zuhause : das, was man dann, etwas befremdet, als 'ich' benennt : die wunderliche erlebinstanz. aber ausser der gibts gar nichts. ich besteh drauf : es gibt ein wahrnehmendes ich (subjekt) : nur, was dann die philosophien aller konveniez draus abschöpfen, ist mir brachwasser.
im blog gezeichnet 'anonym'.
(ganz befremdet les ich diesen 'kommentar' zum lh eintrag : er ist, als wär er von mir, und doch könnte er auch von einem guten stimmenimitator geschrieben sein. auf ein 'zuhause', ein 'daheim' referier ich nicht : das ist nicht meine herkömmliche referenz : universalien : 'aus aller welt' : )
[mvs:071126]
> tarnkappe > sternlifadä > quick (catastrophy revisited) > novalis > warten > pokalbeweis > etc.
„ja, woher denn!“ das erstaunen über das aberrende der errenden. warum denn, wenn alles daerrende sich seiner so platzig ist? ist alles aberrende nicht auch genau da wo es errt? schnell weg, dahin wo die errtronen blühn, gäll!

[mvs:070720 / pix : paris: in einem pärkli nicht weit von all den famösen existentialistentreffs, wo sich die mittlerweile auch schon bald vergessenen stenze traffen : léon paul fargue einer der existerrenden, sartre, ein exiterrender, und wie sie alle hiessen : memoryaberrende jetzt oft, manchmal zu unrecht, aber doch erwähnenswert bleibt boris vian, der noch ein büchel geschrieben hat, das lesenswert ist, falls man dieser zeit interesse zeigen will : 'manuel de st-germain-des-prés'. und léon paul fargue : 'le piéton de paris'. ungeschlagen ist aber louis sebastien mercier, vor allem wegen seinem, nein eben nicht unbedingt 'le tableau de paris' (obwohl auch toll!) aber 'le nouveau paris' : das die leute dann aber nicht mehr so sehr goutierten, weil er die zustände nach der revolution beschreibt und darauf hinweist, dass er die revolution vorhergesagt hat usw. : und : im gefängnis war er, der abgeordnete, dann auch, weil er eine petition lanciert hat, die besagte, dass man dem könig den kopf nicht abhauen soll : nicht aus royalistischen gründen, sondern weil er das etwas inhuman fand. er ist ein aufklärer, den ich nicht modern nennen mag, weil da moderts halt auch oft, sondern egotistisch, ganz stendhalsch : und die beiden hätten sich vielleicht auch ganz gut verstanden, wenn sie sich nicht zeitlich etwas verpasst hätten, wie ich alle beide auch, was ich, wie vieles sonst auch noch, bedaure, so etwa, dass dann jean paul nicht auch noch dabeigesessen hätte. oder so. vor lauter bedauern und wünschen geht dann die grammatik manchmal etwas errend : und so sehrfest bedauern ist ja auch nicht, nur ein bitz, weil man kann das alles lesen. ]
> migration > asyl > etc. > übergangsschnuppern > sockel > tableau > jean paul > stendhal
mein lieblingsverweis. nicht zu verwechseln mit ‚vice’ (laster) ‚versa’ (pöm) : also keine lastergedichte, sondern : das andere, das gegenteil ist auch lustig lustvoll. eine gratwanderung, weil manchmal gilt nur das eine, das andere ist aber nicht lustvoll. soviel zum ’ou mallon’ und rundumallesistschöndenken : ist alles eher vice als verse. aber auch ganz versatile im vögelinsingen : und wunderschön : wie singt mir die liebe ein lied, ganz unerhört : erhört : hier bin ich! du!
[mvs:080221]
> esoterik > and all the rest of it
zwischen zwitschern von min vögelin und delamuren.
immer wieder. dumeinelipschtedu. die zweisamkeit ganz nah : eins zu eins.
[mvs:080901]
> liebeserklärung > lemuren > soziologie > wunder
Gibt es eine schönere Metapher für die kulturelle Überformung der Natur (nicht «der» Natur natürlich, sondern «unserer» Natur, dessen was wir als Natur verstehen, mit unserem immer schon vorgeformten Blick, der weiss, was er erwartet), gibt es also eine schönere Metapher für diese nie Natur gewesene Natur als das Vogelhüüsli? Es zeugt davon, dass wir etwas verstanden haben: Vögel brauchen einen Ort zum Nisten, einen geschützten Raum für ihren Nachwuchs. Und da wir Menschen ihm soviel wildes Territorium weggenommen haben, basteln wir ihm Ersatzschutzräume, Holzverschläge mit Dach, nette Wohnsitze zu ihrem und unserem Vergnügen, inklusive Zwitscher-Idylle vor dem Haus, wenn es mit der Zucht dann funktioniert. Durch einen minimalen technischen Eingriff, durch eine hölzerne Schnittstelle menschlicher und tierischer Triebe und Wünsche (wo ist die Grenze zwischen Trieb und Wunsch?) durch ein Naturspektakel mit Nachhilfe in Form eines menschenhüüsliähnlichen Vogelhüüsli hat sich unser evolutionistischer Kreis wieder geschlossen: Kultur als optimierte Natur. Und dann füttern.
[lh:070922]

und ja : wie schon oft erwähnt : vogelerhaltung dient der katzenerhaltung : 'und wen ich dann gestorben bin, dann möcht ich katzenfutter werden' - vielleicht wär ja auch eine längere reise möglich : über wurmiges, insektiges zum vogel, dann erst katz. aber in der katz möcht ich schon auftauchen : als spiritus incorrectus : schamlos frech. (auch wenn meine katzen täglich kotzen : ist alles wellt : gäll. und dann färbt alles wieder : auf papier : auch welt. wie könnt es schöner sein.) man möcht gar nichts erklärt haben (ausser als bettlektüre und zum amüsement) : aber so leben möcht ich schon.
[mvs:070924]

vogelhaus in camouflagehosenschrittbaum : wenn vogelhäuser einfamilienhäuser und bäume militärkleider mimikryieren : dann siehts kulturell aus. alles natur.
[mvs:071016]
> Natur / Kultur > bauhaus > urne > katzenfutter > wulst
wie könige und andere vergiftungsgefährdete potentaten lasse ich manchmal fleischstücke von meinen katzen vorkosten : nicht, dass ich ihr leben gefährden möchte aber ich vertraue ihrem geschmacksinn mehr als meinem. und jetzt : wem geb ich all die texte, die rumwimmeln, zum vorkosten?
[mvs:081030]
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