subjective encyclopedia

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

X X X

x auf ypsilon

x-acto (mr.x-acto)

x auf ypsilon

nur, dass endlich ein beitrag zu x kommt : zwerg x sitzt auf den schultern von riese y und sagt: ich seh etwas, was du nicht siehst. da sagt der riese y: ja, das ist vielleicht schön oder irgendetwas, aber ich seh etwas, was du nicht siehst.  ja, was siehst du denn, sagt zwerg x zu riese y. das sag ich dir in lemma y, sagt riese y. ja, sagt zwerg x, dann kannst du ja einen querverweis zu mir machen, dann hörst du vielleicht, was ich sehe. ja, das wär schön, sagt riese y, aber dann lassen wir beim reden immer die anführungszeichen weg, weil die sieht man ja beim hören ohnehin nicht. super und genau, sagt zwerg x, und beim sehen lass ich sie auch weg, das gibt nur bildstörungen.

ja, sagt der riese, und ich sag dir dann noch was, aber das hörst du dann auf lemma y.

so lieb und nett hatten sich zwerg und riese noch nie gegenseitig in ihre hosen eingeladen, aber wie man sehen wird, war die eine zu gross, die andere zu klein. und ob es sich bei x und y nun um ein männchen, ein weibchen oder ein ganzliebes zwergrieschen oder ein rieszwergchen oder eigentlich doch um ein xx und xx oder xy und xy oder ein xy und ein xx gehandelt hat, das sieht man in > y. denn gestorben sind sie noch lange nicht.

(wenn märchen nicht so elendiglich langweilig wären – und das fand ich halt schon oft als kind so – dann wär auch dieses spannender. aber x und y taugen halt wenig : aber wenns dann gar zu wenig taugt, dann erzähl ich euch die geschichte von meinem rastafrisurvespafahrerschuhmacher, der meine schuhe jeden tag in einer halben stunde fertig geflickt hat, seit mehr als einem monat. und dann lauf ich auf meinen ersatzschuhen weiter, schnurstrax zu ypsilon.

[mvs:070823]

> y > umleitung > metaphern > weg > märchen, oder märchenillustration > headless rider

top of page

x-acto (mr.x-acto)

warum ich dann, in canada, so um 2000, ein x-acto set gekauft habe,

obwohl alle canadians mir gesagt haben ‚bist du verrückt, die x-actos are crap, we use the european or japanese cutters, they are way better’, ist ganz einfach: 1968, in etwa, waren die x-actos in europa hype (state of the art) und so teuer, dass ich sie mir nicht leisten konnte, quasi chirurgenset für graphiker (mit ‚ph’, weil damals war die wiege der kultur noch griechenland und nicht wie heute, über den umweg nach willendorf, österreich, deren venus doch schon einen ausgeprägten = sichtbaren kopf hat, mit der kopflosbigbreastgeschwollenfüzzliklumpenzigtausendjahrealtentussi tütschlandwiegederkultur-ausrufezeichen-rechtschreibreform).

und zweitens, ganz sehr viel wichtiger : die sets suggerieren professionalität. ich bin, mit dem x-acto set, der professionelle ‚seht her’ künstler.

und eigentlich hätte ich ja auch mal chirurg werden wollen, mit 8i, als ich noch ameisen untersucht habe und mich gewundert habe, wie es in teddybären aussieht, so drinnen (wie der radio drinnen ausschaut, hab ich da schon gesehen, nicht begriffen ausser ohrfeige nachher : aber spannend fand ich das nicht, all die lämpchen und drähtchen : warum braucht ein radio ein lämpchen innen, wenn doch keiner drinsitzt, um die texte ab blatt zu lesen? von orchester keine rede! ingenieur also eher nicht. dafür habe ich zeichnungen an die wand gekritzelt, früh-lasceaux-stil, und händeabdrücke : also eher künstler. und dafür gabs mindestens einmal keine verwarnung, weil der pferdekopf, den ich hingekneisselt habe, bei den grossen doch sowas wie bewunderung ausgelöst hat : aber auf papier wärs besser gewesen).

und darum hab ich jetzt ganz äxtra mit dem x-acto knife einen stempel geschnitzt. und der sieht ja auch x-acto aus.

mond schwert sandale hirni (klassische japanische koan-ikonographie) – und wie das ‚peace-zeichen' da noch reingeraten ist, weiss ich dementhippy ja auch nicht, halt ‚x-acto nil nisi bene’. so sagen sie. ich sage: 'x-acto nil nisi bricolage'. aber wenn man eine mal konzipierte schnitzerei rückwärts laufen lässt, dann ist plötzlich ganz was anderes da. (das ist nicht ganz so einfach im entstehungsprozess, muss mal den jean paul fragen, was er meint dazu.) (also ich bin noch ganz verblüfft ob des selber nachherigen verblüfftseins : ich habe das stempelchen tatsächlich nach bild eins konzipiert und geschnitzt, und dann kommt, wenn man so will, bild zwei heraus. wie wenn man einen film rückwärts laufen lassen würde. nur geht das im hirni ja nicht so, sondern über mehrere spulen, und kein kinomatoreprograph weiss eigentlich wie.)

[mvs:090625]

top of page